Fernwärmerohre
Foto: Mikal Sveen

Rohre im Fernwärmewerk Trondheim in Norwegen.

Fernwärme

Fernwärme, auch urbane Energie genannt, ist ein integraler Bestandteil der Energieversorgung in Städten und dient als nützliche Ergänzung zum Stromnetz.

Fernwärme ist ein flexibles wasserbasiertes Heizsystem, das überschüssige erneuerbare Energie aus lokalen Quellen wie Biokraftstoffen, Abfall und Industriewärmeabfällen verwendet. Dadurch wird sichergestellt, dass Ressourcen genutzt werden, die sonst verschwendet würden. Fernwärme ist daher ein wichtiger Beitrag für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft und der Verringerung der Co2-Emissionen. Fernwärme kann zudem dazu beitragen, Kapazitäten im Stromnetz freizugeben und wird auch als erneuerbarer Ersatz für fossile Brennstoffe im Baugewerbe und in der Industrie genutzt.

Fernwärme in Zahlen

  • 13
    Fernwärmeanlagen
  • 1,1 TWh
    Gesamtproduktion
  • 828
    Installierte Kapazität

Wiederverwendung und Kapazitätserweiterung im Stromnetz

Fernwärme trägt positiv zur Kreislaufwirtschaft bei. In Städten, die Fernwärme nutzen, verbessert ein gutes Zusammenspiel zwischen dem Wärmesystem und dem Stromnetz die Ressourcennutzung. Wenn in Gebäuden Fernwärme anstatt Strom zum Heizen genutzt wird, kann der dadurch eingesparte Strom, für andere Zwecke verwendet werden. Das erhöht die Netzkapazität und ermöglicht beispielsweise das Laden von Elektrofahrzeugen oder andere stromintensive Anwendungen.
Holzspäne
Ort: Stjardal, Norwegen
Foto: Mikal Sveen

Hackschnitzel im Fernwärmewerk Stjardal in Norwegen.

Unser Fernwärme-Ambition

Unser Ziel ist es, unsere Rolle als profitabler und kundenorientierter Fernwärmeanbieter in Norwegen und Schweden weiter zu stärken. Mit neuen und intelligenten Lösungen möchten wir frühzeitig aktiv werden. Unseren Bauträgern gegenüber übernehmen dabei wir eine proaktive Rolle. Damit möchsten wir sicherstellen, dass Fernwärme auf die bestmögliche Art und Weise installiert und genutzt wird, um so die höchste Energieeffiziente in Gebäuden zu erreichen.

Lesen Sie mehr über unsere strategischen Ambitionen

Mann steht im Kontrollraum von Kungsbacka Hammargérd in Schweden
Foto: Mikal Sveen

Werksverwaltung im Kreisheizwerk Kungsbacka in Schweden

Wie funktioniert Fernwärme?

Grundlage der Fernwärme ist die Erwärmung von Wasser. Ein Fernwärmekraftwerk kann mit einer Zentralheizungsanlage verglichen werden, die ein oder mehrere Gebäude mit warmem Wasser versorgt. Das Warmwasser zirkuliert zwischen dem Heizwerk und dem Kundengelände in isolierten, unterirdischen Stahlrohren. Die Kunden nutzen das warme Wasser zur Erwärmung von Leitungswasser oder zum Heizen.

Das Wasser kann in vielerlei Hinsicht erhitzt werden. Bei Statkraft verwenden wir beispielsweise überschüssige Energie aus der Industrie, Energie aus Kläranlagen und Deponiegas sowie Energie aus Haferflockenproduktion und Meerwasser. Diese Energie wird oft lokal in das Verteilungsnetz eingebunden. Darüber hinaus haben wir auch größere, zentrale Fernwärmeanlagen, die Abwärme aus der Forstwirtschaft (Rinde, Waldrückstände, Massivholz, Straßenreinigung usw.) und Abfall zurückgewinnen. In einem Fernwärmesystem können mehrere Energieformen gleichzeitig zum Einsatz kommen. Das führt zu einer stabilen und flexiblen Wärmeversorgung der Kunden.

Fernwärme kann auch zur Kühlung von Gebäuden verwendet werden. Kühllösungen können sowohl über Fernkühlnetze als auch über lokale Lösungen verteilt werden, die in einzelnen Gebäuden installiert sind. Darüber hinaus ist es relativ einfach, herkömmliche Kühlkompressoren in Kombination mit Fernwärme zu verwenden.

So funktioniert Fernwärme

Mehr über unsere Fernwärmeanlagen

Statkraft verfügt über Fernwärmeanlagen in Norwegen und Schweden. Erfahren Sie mehr über unsere Fernwärmeaktivitäten.